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Samstag, 9.1.2010

Skifest in Adelboden im Nebel erstickt

Wegen des hartnäckigen Nebels im Berner Oberland ist der Riesenslalom in Adelboden definitiv abgebrochen worden. Das Wetter machte den 32'000 Zuschauern einen Strich durch die Rechnung.

Der Riesenslalom in Adelboden musste wegen Nebels abgebrochen werden. (Reuters)

Der Nebel trat in Adelboden als Spielverderber auf. Der Weltcup-Riesenslalom musste wie vor zehn Jahren abgebrochen werden. Im Jahr 2000 sah man sich am «Chuenisbärgli» wegen dichten Schneefalls nach 33 Fahrern zur Kapitulation gezwungen.

Dieses Mal standen nur noch acht Teilnehmer oben, als die Sicht für zu schlecht befunden wurde. 32 000 Zuschauer, noch einmal 6500 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2009, hofften vergeblich auf eine Wetterbesserung.

Resultate des 1. Laufs gelten nicht
Der Nebel hatte den Start zum 1. Lauf zunächst um eineinviertel Stunden verzögert. Auf um gut 15 Fahrsekunden verkürzter Strecke konnte das Spektakel am vereisten Hang dann doch noch beginnen.

Ohne den Unterbruch nach dem Sturz des Franzosen Thomas Frey (Startnummer 57) hätte der erste Durchgang wohl beendet werden können. Das wäre Voraussetzung gewesen, um einen zweiten Lauf durchzuführen. Dass Rennen in technischen Disziplinen wie Skispringen nach einem Durchgang gewertet werden können, ist im Alpin-Reglement der FIS nicht vorgesehen.

Abbruch kommt Cuche zugute
Didier Cuche dürfte darüber froh gewesen sein. Der Romand, der in Adelboden vor acht Jahren einen der schönsten Siege seiner Karriere gefeiert hatte, war im legendären Zielhang nach einem Verschneider gestürzt und in einen am Pistenrand postierten Mann geschlittert. Der Zwischenfall blieb ohne Verletzungsfolgen. Am Morgen hatte sich Cuche nach seinem Rippenbruch noch einmal eine schmerzstillende Spritze setzen lassen.

Italiener Simoncelli in Führung
In Führung lag der bald 31-jährige Italiener Davide Simoncelli, der zwei Weltcupsiege auf dem Konto hat und zuletzt auf seinem Lieblingshang in Alta Badia den 2. Rang belegt hatte. Der Österreicher Marcel Hirscher und der Kroate Ivica Kostelic kamen Simoncelli am nächsten.

Weltmeister Carlo Janka schuf sich als Siebter die beste Ausgangslage aller Schweizer, von denen sich auch Sandro Viletta (13.), Marc Berthod (15.), Didier Défago (20.) und Silvan Zurbriggen (25.) bei seinem ersten Riesenslalom-Start in Adelboden für den zweiten Lauf qualifiziert hätten.

Riesenslalom wird nicht wiederholt
Das Programm für den Sonntag sieht unverändert den Slalom vor. Spekulationen, der Riesenslalom könnte vor der Weiterreise der Weltcup-Karawane nach Wengen am Montag nachgeholt werden, wurden von den Organisatoren im Keim erstickt. Mindestens einen Riesenslalom wird es vor den Olympischen Spielen noch geben: am 30. Januar in Kranjska Gora. (acd, si)

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