Schwarzbuben: Solothurner, die sich als Basler fühlen
„Freisinnig und katholisch – Das Schwarzbubenland im Kulturkampf“ heisst Remo Anklis Buch, das soeben erschienen ist. Es schliesst eine Lücke in der Erforschung der Geschichte des 19. Jahrhunderts. Zum Teil wirke sich der Kulturkampf zwischen Liberalen und Konservativen im Schwarzbubenland bis heute aus, sagt Ankli im Gespräch mit Schweizer Radio DRS.
Remo Ankli nimmt auch Stellung zum aktuellen Befinden der Schwarzbuben. Wie viele andere Solothurner nördlich des Passwang fühle er sich als Basler, sagt der Gemeindepräsident von Beinwil. Mit Solothurn verbinde die Schwarzbuben die Steuerrechnung und das Autokennzeichen. Die Unzufriedenheit in der Randregion sei immer mal wieder spürbar. Beispielsweise, wenn man als Schwarzbube gezwungen werde, seinen Pass „hinter dem Berg“ im fernen Solothurn abzuholen. Ein Kantonswechsel werde aber nicht mehr mit gleicher Vehemenz diskutiert wie noch vor einigen Jahren. Es könne heute auch nicht mehr darum gehen, Grenzen zu verschieben, findet der FDP-Kantonsrat. Wenn schon, müsse man gleich Kantone zusammenlegen. (jagm)
