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Freitag, 3.2.2012

Munition im See: erste positive Reaktionen

Die 8000 Tonnen Armee-Munition bleiben unter dem Grund von Thuner-, Brienzer- und Vierwaldstättersee. Das VBS und die Kantone haben entschieden, dass eine Bergung riskanter wäre. Die Munition belaste das Seewasser nicht.

In den 1960er-Jahren versenkte die Armee solche Munition in den Schweizer Seen. (Keystone)

In seinem am Freitag publizierten Bericht bestätigte das VBS das Fazit von Experten. Diese hatten bereits 2010 von zu grossen Risiken und Kosten einer Bergung gesprochen. Eine Bergung würde das intakte ökologische Gleichgewicht in den Seen beschädigen. Der grösste Teil der Munition befände sich heute über 25 Zentimeter bis zu zwei Meter unter dem Seegrund. Zudem wäre eine Bergung für Mensch und Natur und Umgebung gefährlich, weil die Geschosse praktisch intakt und scharf sind.

Die vor allem auch in Thuner- und Brienzersee gelagerte Munition der Armee würde das Seewasser nicht belasten, teilt das VBS mit. Die Spuren im Wasser und im Seeboden seien winzig. Zudem könne eine selbständige Detonation der Munition praktisch ausgeschlossen werden. Die Experten schliessen zudem einen Zusammenhang zwischen der Munition und den erkrankten Thunersee-Felchen aus.


Ursula Haller und die Fischer sind zufrieden
2004 verlangte die Thuner Nationalrätin Ursula Haller mit einer Motion, dass die Umweltsünde der Armee aus den Seen verschwindet. Haller befürchtete, dass die Munition das Trinkwasserreservoire Thunersee verschmutzen könnte. Sie kann jedoch heute die Argumente nachvollziehen, wieso die Munition nicht gehoben wird. «Der Sache ist genüge getan», sagt Ursula Haller. 

Markus Meyer, Präsident des bernisch-kantonalen Fischereiverbands, bezeichnet die Situation mit der Munition in den Seen als «unschön». Jedoch könne auch er damit leben, dass die Munition versenkt bleibe.  (baum, strc, liec)

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Freitag, 3.2.2012

Tausende Tonnen Munition bleiben in den Seen

Die rund 8000 Tonnen Armee-Munition bleiben auf dem Grund der Schweizer Seen. Laut dem VBS wäre eine Bergung zu riskant und zu teuer. Ausserdem sei das Wasser kaum belastet. Für Fischer und Umweltschützer ist der Entscheid nachvollziehbar.  Mehr


Verantwortlich für diesen Beitrag:

Christian Strübin


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