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Montag, 6.2.2012

Für die einen ungewohnt, für die anderen normal

Bei dieser Kälte wird geheizt, bis das Kamin brennt. Oder der Elektro-Ofen. Oder der Stall beim Versuch, eine Wasserleitung mit dem Gasbrenner aufzutauen. Die Kälte, die für das Flachland aussergewöhnlich ist, ist für die Walliser in Ulrichen normal.

Das Thermometer misst weiterhin frostige Kälte. (Keystone)

Bei modernen Oel- und Gasheizungen sei das Problem nicht vorhanden, sagt die Gebäudeversicherung Bern GVB. Bei Holzheizungen oder Cheminées, die zu heftig eingefeuert werden, allerdings schon. Gefährlich sind auch alte Elektro-Öfen oder Gasradiatoren, die sonst nie im Einsatz stehen.

Die Experten raten deshalb, beim Heizen mit Holz und zusätzlichen Wärmequellen die Vernunft walten zu lassen. Denn ein Brand ist in solchen Situationen noch schwieriger zu löschen als sonst. In Feuerwehrschläuchen kann das Wasser gefrieren - auch wenn die meisten Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen und somit mit eigenem Wasser anrücken.

Gefrorene und geborstene Leitungen
Eine weitere Hinterlassenschaft der extremen Kälte sind gefrorene Wasserleitungen. Die Situation spitze sich immer mehr zu, sagt die Berufsfeuerwehr Bern. Und die Probleme seien mit steigenden Temperaturen nicht gelöst, im Gegenteil. Wenn die Eispropfen in den geborstenen und gerissenen Leitungen wegschmelzen, gehts mit den Wasserschäden erst richtig los.

Für die Menschen im Goms nicht aussergewöhnlich
Die Kältewelle lässt im Mittelland nicht nur die Menschen frieren, sondern sorgt auch für zahlreiche Probleme. Das sei «Natur pur» oder «nichts Aussergewöhnliches» sagen dagegen die Menschen im Goms. Lange kalte Perioden können jedoch die Lawinengefahr erhöhen. Wegen der Kälte bilden sich unterschiedlich dicke und feste Schneeschichten.  (strc, liec)

 

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Audio-Beiträge:


Vernünftig mit Holz heizen
Hören (2:26)

Die Kälte lässt die Wasserleitungen platzen
Hören (2:24)

Reportage aus dem Kälteloch Ulrichen
Hören (3:02)

Verantwortlich für diesen Beitrag:

Christian Strübin, Thomas Pressmann, Reinhard Eyer


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