AKW Mühleberg hat sich selber abgeschaltet
Das AKW Mühleberg schaltete sich am Mittwochnachmittag selbst ab. (Keystone)
Kurz vor 14 Uhr hatte eine Messung im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung zum Ausfall des Speisewassersystems geführt, wie die AKW-Betreiberin, der Berner Energiekonzern BKW, am Mittwoch mitteilte. Dies führte zur Schnellabschaltung des Reaktors. Radioaktivität sei keine freigesetzt worden, versichert die BKW.
Das System fiel aus, als Mitarbeiter ein Messgerät an einen Kabelstrang hängten. Der Komandoraum ging bei der Prüfung des Systems davon aus, dass das Messgerät an einem anderen Kabel angeschlossen wurde. In der Folge schaltete das System den Reaktor automatisch ab.
Keine Seltenheit
Die Schnellabschaltung eines Atomkraftwerks ist in der Schweiz nicht ganz ungewöhnlich. Seit der Inbetriebnahme der AKWs 1969 gab es in den fünf Reaktoren Mühleberg, Gösgen, Leibstadt und Beznau nur drei Jahre ohne so genannte ungeplante Schnellabschaltungen.
Bereits im vergangenen Oktober kam es im AKW Mühleberg zu Problemen. Damals musste die Stromproduktion zurückgefahren werden, weil eine Pumpe ausserhalb des Reaktors ausfiel. (liec, sda)
