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Freitag, 10.2.2012

Zweitwohnungsbau entzweit die Geister in Engelberg

Die Hälfte aller Wohnungen in Engelberg sind Zweitwohnungen. Viele stören sich an den unbewohnten «Geisterhäusern». Die ungebremste Nachfrage führt auch zu höheren Immobilienpreisen. Am 11. März kommt die Zweitwohnungs-Initiative zur Abstimmung. Ob sie ein sinnvolles Instrument gegen diese Entwicklung ist, darüber sind die Meinungen geteilt.

Blick auf Engelberg: Die Hälfte aller Wohnungen sind Zweitwohnungen. (key)

In Engelberg sind in den letzten Jahren immer mehr Zweitwohnungen gebaut worden. Zuviele, kritisiert die Engelberger SP-Präsidentin Elisabeth Brun. Sie verschandelten das Ortsbild. Ausserdem steige der Druck im Immobiliensektor. Die Wohnungen seien für viele Einheimische unbezahlbar geworden. Engelberg habe es verpasst, den Zweitwohnungen Grenzen zu setzen. Deshalb unterstützt sie die Initiative, welche für den Zweitwohnungsbau eine Limite von 20 Prozent pro Gemeinde verlangt - auch wenn sie vorübergehend zu einem Baustopp führe.

Bedeutend für lokales Gewerbe
Der Engelberger Talammann Martin Odermatt anerkennt zwar die Probleme. Er betont aber die Bedeutung der Ferienwohnungen für das lokale Baugewerbe und den Tourismus. Die Initiative schade der Wirtschaft und schränke die Entwicklung der Gemeinde ein. Er hofft, dass die Gemeinde eine andere Lösung findet, zum Beispiel mit Hilfe eines überarbeiteten Baureglementes. (eism)

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Miriam Eisner


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