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Freitag, 10.2.2012

Stadtzürcher Jahresrechnung mit Punktlandung

6 Millionen Franken im Minus, statt 1 Million im Plus. Diese Zahlen präsentiert der Stadtzürcher Finanzvorstand Martin Vollenwyder fürs Jahr 2011. Bei einem knapp 8 Milliarden-Budget eine eigentliche Punktlandung.

Im Jahr 2011 nahm die Stadt Zürich 2,4 Milliarden Franken an Steuern ein. So viel wie noch nie. Budgetiert waren jedoch nochmals 20 Millionen mehr. Nach den schlechten vergangenen Jahren zahlen die Grossbanken CS und UBS nach wie vor keine Steuern. Vollenwyder rechnet von der Credit Suisse 2013 erstmals wieder mit Steuern «in homöopathischen Dosen», bei der UBS wird es wohl 2015 werden.

Steueramt als Bank
Ebenfalls negativ ausgewirkt hat sich die gute Zahlungsmoral der Zürcherinnen und Zürcher. Viele zahlen ihre Steuern möglichst schnell, um von den guten Zinsen des Steueramtes zu profitieren. Der Stadt entstanden dadurch Mehrkosten von 10 Millionen Franken.

Weniger investiert
Die Rechnung der Stadt Zürich fällt trotzdem beinahe ausgeglichen aus. Einerseits hat die Stadt weniger ausgegeben für Wasser, Energie und Heizmaterial. Andererseits hat sie auch weniger investiert als geplant.

Budget-Ehrenrunde war «völlig überflüssige Übung»
Dass Vollenwyder das Budget 2011 wegen der Rückweisung durch das Stadtparlament gleich zwei Mal machen musste, führte dazu, dass es so genau wurde. Ansonsten habe es nicht viel gebracht. Einzig die Angestellten der Stadt Zürich hätten dies gespürt, sie bekamen keine Lohnerhöhung. (marn) 

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Nicole Marti


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