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Mittwoch, 9.6.2010

Schweizer Konzerne haben Krise hinter sich

Experten der CS überprüfen regelmässig die Kreditwürdigkeit von Schweizer Grossunternehmen. Sie kommen zum Schluss, dass sich die Finanzlage der meisten Konzerne stabilisiert hat.

Die Kreditwürdigkeit der grossen Schweizer Unternehmen stabilisiert sich nach Ansicht der Credit Suisse (CS). Die Analysten der Grossbank gehen davon aus, dass die meisten Unternehmen die Krise gemeistert haben.

Nachdem sich im vergangenen Jahr die Bonität einiger Konzerne weiter verschlechtert hat, beobachten die CS-Experten nun eine Bodenbildung. Ende Mai beurteilten die CS-Experten die Entwicklung in 41 der 44 untersuchten Unternehmen als stabil, wie das
CS-Kredithandbuch deutlich macht.

Risikoaufschläge zurückgegangen
Damit dürften die Risikoaufschläge für Anleihen nicht mehr gross schwanken. Dieser Zuschlag, den die Unternehmen auf den Zinsen zahlen, hängt von ihrer Bonitätseinstufung ab.

In den ersten Monaten der Wirtschaftskrise sind die Risikoaufschläge angeschlagener Konzerne teils dramatisch in die Höhe geschossen, gingen dann aber allmählich wieder zurück.

Langsame Erholung
Gelitten hat 2009 besonders die Maschinenindustrie, die stark von den Konjunkturausschlägen abhängig ist. Der Ausblick bleibt weiter durchwachsen. Mehr Aufträge und bei den meisten Unternehmen eine gesunde Finanzierung stimmen die CS-Analysten aber insgesamt optimistischer.

Die Sektoren Industrie, Bau und Chemie dürften sich aber langsamer erholen als die übrige Wirtschaft. Als stabil beurteilen die CS-Analysten generell die Finanzunternehmen wie auch die Elektrizitätsbranche und die Nahrungsmittelindustrie.

Trotz Preisdruck dürfte sich auch der Detailhandel als stabil erweisen. Auch die Immobilienbranche dürfte sich robust zeigen. Als Fels in der Brandung kann laut der Credit Suisse einmal mehr der Pharmasektor bezeichnet werden. (cdm, sda)

Wie sich die Schweizer Wirtschaft entwickelt

Die Folgen der Wirtschaftskrise


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