Schweizer Wirtschaft erholt sich
Jeden Monat veröffentlicht die Konjunkturforschungsstelle (KOF) an der ETH Zürich das Konjunkturbarometer. Über diese Prognose für die Schweizer Wirtschaft spricht Schweizer Radio DRS einmal im Monat mit dem Leiter des Instituts, Jan-Egbert Sturm.
Die Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal weiter von der letztjährigen Rezession erholt. Das geht aus einer Umfrage der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervor. Besonders die Lage der Schweizer Industrie hat sich verbessert. Sie setzte im zweiten Quartal deutlich mehr um als im Jahr zuvor, wie die SNB in ihrem Quartalsheft schreibt.
Auch der Dienstleistungssektor verzeichnete höhere Umsätze, und auf dem Bau hat sich die positive Dynamik fortgesetzt, wenn auch verlangsamt.
Positive Aussichten
In allen drei Sektoren dürfte sich die positive Entwicklung fortsetzen, wie die SNB festhält. Dennoch sind viele Unternehmen sehr zurückhaltend beim Ausbau ihrer Belegschaft. In der Industrie beendeten viele Betriebe vielmehr die Kurzarbeit oder verbesserten die Produktivität, welche in der Krise gesunken war.
Maschinen noch nicht auf vollen Touren
Die unterdurchschnittliche Auslastung der Schweizer Wirtschaft wird sich in den nächsten Monaten voraussichtlich verbessern. Weiterhin deutlich weniger stark ausgelastet als gewünscht war im zweiten Quartal besonders die Maschinenindustrie.
Auch in der Chemie-, der Uhren- und der Bekleidungsindustrie sowie bei Herstellern von Präzisionsinstrumenten liefen die Maschinen nicht auf vollen Touren.
Sorgen wegen Schuldenkrise
Trotz der besseren Geschäftslage äusserten viele Unternehmen laut der SNB Bedenken über die wirtschaftspolitische Lage. Sorgen bereiten den Managern unter anderem die Schuldenkrise in vielen Ländern und deren mögliche Folgen.
Starker Franken
Unterschiedlich sind die Auswirkungen des starken Frankens. Besonders ausgeprägt leiden die Hotellerie sowie die auf das Euro- Gebiet ausgerichteten Unternehmen unter der Kursentwicklung. (luek, sda)
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