Für Präsident Assad wird es eng
Amateuraufnahmen vom 29. Januar aus Damaskus zeigen offenbar, wie sich viele Menschen zu einer Beerdigung versammeln. Die Gefechte rücken offenbar näher an die Hauptstadt heran. (Keystone)
In Syrien spielen sich die Kämpfe zwischen den Deserteuren und den Regierungstruppen in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt ab: Am Montag lieferten sich Rebellen und Regierungstruppen erneut Gefechte in den Vororten. Unklar ist, ob es Tote gegeben hat. In der Nacht starben nach Angaben der Opposition mindestens neun Menschen.
Russlands Blockade bröckelt
Am Abend wird der Generalsekretär der Arabischen Liga in New York beim UNO-Sicherheitsrat vorsprechen. Wegen der eskalierenden Gewalt hatte die Liga am Wochenende ihre Beobachtermission in Syrien unterbrochen.
Die meisten Mitglieder des Sicherheitsrat sind für eine Resolution gegen die Regierung von Präsident Assad. Die Veto-Macht Russland blockierte dieses Ansinnen bisher. Nun hat die russische Regierung Vertreter der syrischen Regierung und der Opposition zu Gesprächen nach Moskau eingeladen.
Assads Familie auf der Flucht?
Ägyptische Medien berichten von angeblichen Fluchtversuchen der Präsidenten-Familie: Gemäss der Zeitung «Al-Masry Al Youm» hätten die Ehefrau von Präsident Assad sowie dessen Mutter und einige Kinder versucht, Syrien zu verlassen. Bestätigt wurde dies nicht.
Syrische Rebellen melden Erfolge
Die aus Deserteuren gegründete «Freie Syrische Armee» hatte nach eigenen Angaben am Sonntag einzelne Bezirke am Stadtrand von Damaskus unter ihre Kontrolle gebracht. Sie musste sich aber später wieder zurückziehen. (smus, dpa/reuters)
