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Donnerstag, 9.2.2012

Uno will Beobachter nach Syrien schicken ‎

Nach fast elf Monaten der Gewalt mit tausenden Toten prüfen die Vereinten Nationen jetzt die Entsendung einer Beobachtermission nach Syrien. Derweil gehen die Kämpfe in der Stadt Homs weiter.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. (Archiv Keystone)

Die Arabische Liga will die Arbeit ihrer Beobachter in Syrien wiedeachter zu er aufnehmen. Der Chef der Arabischen Liga habe der Uno vorgeschlagen, gemeinsam Beobachter zu entsenden, sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Er habe mit Liga-Generalsekretär Nabil al-Arabi gesprochen. «Al-Arabi hat die Vereinten Nationen um Hilfe gebeten. Wir überlegen das jetzt und auch, ob wir einen Uno-Sondergesandten nach Syrien entsenden.» Details seien aber noch nicht geklärt.

Ban enttäuscht
Ban hatte sich zuvor im Sicherheitsrat nach Angaben von Teilnehmern ungewohnt deutlich über die von Russland und China blockierte Syrien-Resolution geäussert. Er sei zutiefst enttäuscht über die Abstimmung.

Damit sei das Regime von Präsident Bashar al-Assad zu neuer Gewalt ermuntert worden. Er appellierte dringend an die internationale Gemeinschaft, alles für eine Beendigung der Gewalt zu unternehmen. «So viele sind getötet worden. Wie viele müssen noch sterben, bevor es eine politische Lösung gibt», sagte der Koreaner.

Offensive in Homs
In Syrien geht indes das Morden unvermindert weiter. Nach Informationen des Nachrichtensenders al-Arabija kamen am Morgen in der Stadt Homs 31 Menschen ums Leben. Am Vortag sollen in der Hochburg der Opposition 93 Menschen getötet worden sein. Der Übergangsrat setzt inzwischen stärker als bisher auf militärische Optionen.

 

Unter anderem wird über die Bewaffnung von Deserteuren diskutiert. Unter arabischen Diplomaten wird erwogen, den von mehreren Oppositionsgruppen gegründeten Nationalrat als legitime Vertretung des syrischen Volkes anzuerkennen. Über diese Frage werde am Sonntag bei einem Treffen der Arabischen Liga in Kairo diskutiert, hiess es. (fors, sda/dpa)

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