Sperrkonto-Idee für Athen soll diskutiert werden
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Im Umgang mit Griechenland soll auch der jüngste Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Nicolas Sarkozy diskutiert werden: Ein Sperrkonto, über welches das hochverschuldete Land seine Zinszahlungen abwickeln muss, um den Gläubigern mehr Sicherheit zu geben.
«Wir freuen uns darauf, das mit den Partnern der Eurogruppe zu diskutieren», sagte Olivier Bailly, Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn. Wann dies geschehen soll, blieb offen. In der Eurogruppe kommen die obersten Kassenhüter des gemeinsamen Währungsgebiets regelmässig zusammen. Rehn nimmt auch an den Beratungen teil.
Bisher lägen keine Details zu dem Vorstoss vor, den Kanzlerin und Staatspräsident Sarkozy am Vortag in Paris gemacht hatten, sagte Bailly weiter. EU-Diplomaten hatten bereits damals erklärt, die Idee mit dem Sonderkonto komme von Berlin.
Äusserungen von Vizepräsidentin Kroes relativiert
Die Kommission ging zugleich vorsichtig auf Distanz zu Äusserungen ihrer Vizepräsidentin Neelie Kroes. Sie hatte der niederländischen Tageszeitung «Volkskrant» gesagt, dass die Eurozone notfalls auch ohne Griechenland überleben könne. Bailly sagte dazu: «Die Haltung der Kommission hat sich nicht geändert. Griechenland soll in der Eurozone verbleiben.»
Die liberale Niederländerin Kroes, die in dem Gremium für die Digitalwirtschaft verantwortlich ist, sagte dem Blatt: «Man hat immer gesagt, dass die ganze Struktur zusammenfällt, wenn man ein Land austreten lässt, wenn es austreten will. Aber das ist einfach nicht wahr.» Und weiter: «Die Griechen müssten verstehen, dass wir Deutsche und wir Niederländer nur Nothilfen an unsere Steuerzahler verkaufen können, wenn es einen Beweis des guten Willens gibt.» (bru, dpa)
