Webtipps
Das Schweizerdeutsche Wörterbuch, auch Schweizerisches Idiotikon genannt, dokumentiert die Mundart-Sprache in der deutschen Schweiz. Das Idiotikon umfasst 16 Bände und ist noch nicht fertig (beim Buchstaben W).
Im Internet ist der Wortschatz noch nicht zugänglich, aber das Wortschatz-Register. Das ist wichtig, weil das Idiotikon nicht alphabetisch aufgebaut ist. Mit dem elektronischen Register ist es so auch für interessierte Laien zugänglich geworden.
Das zweite grosse Grundlagenwerk für die Dialekte der deutschen Schweiz ist der Sprachatlas der deutschen Schweiz. Er erscheint im Herbst 2010 und zeigt auf ungefähr 150 Karten die Vielfalt des schweizerdeutschen Wortschatzes und die lautliche Verschiedenheit der Dialekträume.
Wer nicht nur lesen, sondern auch hören will, besuche dialekt.ch. Die nach Regionen geordnete Liste mit Ton- und Textbespielen zu den Deutschschweizer Dialekten ermöglicht es, die Dialektvielfalt der Deutschschweiz spielerisch zu erkunden.
Eine Sammlung von Dialektwörtern finden Sie auf einer Liste, die der 2007 verstorbene Zuger Beat Nussbaumer im Jahr 2000 begann, und die heute seine Nachkommen weiterführen. Wer will, kann auch selbst zu dieser Liste beitragen. Sie ist vom Dialekt und vom Hochdeutschen her zugänglich und deshalb besonders hilfreich bei Übersetzungs- und Wortfindungs-Problemen.
Die private Bärndütsch-Website von Eduard Muster, gibt einen sehr reichhaltigen und eigenwilligen Einblick in das Berndeutsche.
Das Wörterbuch-Netz ist das grösste Internet-Angebot von deutschen Wörterbüchern. Es enthält nicht nur das deutsche Wörterbuch, sondern auch regionale Wörterbücher wie das Elsässische, das Rheinische und das Pfälzische Wörterbuch, sowie historische Wörterbücher wie das Mittelhochdeutsche Wörterbuch.
Die Website der süddeutschen Muettersproch-Gsellschaft für das Alemannische unserer nördlichen Nachbarn enthält gute Aufsätze und Tonbeispiele zum Alemannischen.
Deutsche Dialekte im Alpenraum ist eine heervorragend gemachte Website, auf der man mit Hörbeispielen in deutsche alpine Dialekte hineinhören kann, und zwar von der Schweiz über Österreich und den deutschen Süden bis nach Südtirol. Man kann Beispiele für Vokale und Konsonanten, Wörter, Wortformen und Satzbeispiele hören. Hannes Scheutz von der Universität Salzburg hat eine wunderbare Arbeit geleistet.
Das Wörterbuch «Schriftdeutsch-Alemannisch» von Walter Olschowka aus Hausen im Wiesental wurde in jahrelanger Arbeit zusammengestellt. Es umfasst etwa 13000 alemannische Worterklärungen.
Der Sprechende Sprachatlas von Bayern ist das wohl beste und eindrücklichste Beispiel eines sprechenden Dialekt-Atlasses. Aus verschiedenen Themenbereichen wie «Mensch und Gesellschaft», «Haus und Haushalt» und «Natur und Landwirtschaft» lassen sich auf einer Karte Wörter zum Hören abfragen.
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